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Das plant Apple bei macOS, watchOS und tvOS.

Auf der WWDC im Juni 2017 hatte Apple einige Neuigkeiten rund um seine Betriebssysteme für iMac, MacBook und AppleWatch zu verkünden.

Immer wenn Apple auf einer Konferenz neue Hardware vorstellt, wie in diesem Jahr mit dem HomePod, stehen die Betriebssysteme ein wenig im Schatten. Dabei hatten die Entwickler um Tim Cook viele Neuerungen im Gepäck. 

macOS – viele Änderungen unter der Haube.

Der Nachfolger von macOS Sierra wird den Namen „High Sierra“ tragen. Dieser ergibt sich wohl in erster Linie daraus, dass sich eine der wichtigsten Neuerungen unsichtbar vom Nutzer vollzieht. Apple schickt das seit mehr als drei Jahrzehnten im Einsatz befindliche Dateisystem HFS+ in den wohlverdienten Ruhestand und setzt in Zukunft auf den zeitgemäßen Nachfolger APFS. Das neue Apple File System arbeitet besser mit den immer größer werdenden Flash-Datenspeichern (SSD) zusammen und bietet beispielsweise einen umfassenderen Schutz vor Datenverlusten im Falle eines Crash des Systems. Außerdem ist auch noch eine Verschlüsselung auf Dateiebene eingebaut. Optisch ändert sich für den Anwender durch den Einsatz der neuen Technologie allerdings nichts. Er wird wie gewohnt mit dem Finder oder einem anderen Dateimanager arbeiten. Mit dem neuen System hält auch Virtual Reality Einzug auf dem Mac. Um in die vom Rechner beispielsweise in Spielen erschaffene künstliche Welten einzutauchen, nutzt Apple derzeit aber noch keine eigene Brille, sondern setzt auf Datenbrillen anderer Hersteller. Die Vorteile einer schnelleren Grafik-Engine im Kern des Systems werden nicht nur Spieler bemerken. Sie wird den Bildschirmaufbau in allen Anwendungen beschleunigen. Und im High-End-Bereich wird sich die Möglichkeit, externe Grafikkarten anzusprechen, in der Arbeit auszahlen.

 

Allein diese beiden Neuigkeiten sind dicke Bretter, die die Entwickler in Cupertino zu bohren hatten. Deshalb mögen die weiteren Neuigkeiten des Systems, die sich an der Oberfläche zeigen, eher überschaubar wirken. Sie betreffen in erster Linie den Browser Safari. Er erhält eine Funktion, die sich viele Nutzer, die von Internetwerbung genervt sind, wohl sehnlichst gewünscht haben. Die Rede ist von Videos, die ärgerlicherweise sofort starten, sobald eine Webseite aufgerufen wurde. Die neue Version von Safari wird solche Filme erst abspielen, wenn der Anwender darauf geklickt hat und das also ausdrücklich wünscht. Außerdem wurde erneut die Geschwindigkeit optimiert, mit dem Ziel, Safari zum schnellsten Browser auf dem Desktop zu machen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wird das System „Intelligent Tracking Prevention“ den Nutzer besser vor der Erhebung seiner Daten während des Surfens schützen. Und zwei Klassiker haben ebenfalls neue Funktionen erhalten. Die gute alte Mail-App benötigt jetzt weniger Speicherplatz beim Ablegen der eingehenden Post und kann im Vollbildmodus noch ein weiteres Fenster öffnen, was die Bearbeitung von Nachrichten vereinfacht. Und „Fotos“ hat noch eine Reihe von neuen Bearbeitungsfunktionen erhalten, wie beispielsweise mit dem Kurvenwerkzeug.

watchOS kommuniziert mit mehr Geräten.

Apple setzt den Fokus seiner Uhr nach wie vor auf den Aspekt Fitness und Gesundheit. Die kommende Version des Betriebssystems watchOS wird die Kopplung der Uhr mit Geräten im Fitness-Studio möglich machen. Drahtlos werden dann Daten der Geräte übermittelt, um so in den allgemeinen Gesundheitsstatus mit einbezogen zu werden. Welche Geräte das sind, stand bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht fest. Derzeit befindet sich Apple noch in den Verhandlungen mit namhaften Herstellern von Sportgeräten. In die gleiche Richtung geht eine weitere Erweiterung des Systems. So werden Besitzer einer Apple Watch eine größere Zahl an externen Geräten via Bluetooth mit der Uhr verbinden können, um darüber Daten auszutauschen. Als Beispiele nennt Apple selbst etwa Blutzuckermessgeräte. Es wird aber auch eine sichtbare Veränderung geben. Apple stellte neue Zifferblätter für die Uhr vor, die auch Siri, den bekannten Sprachassistenten, mit enthalten werden. Das per künstlicher Intelligenz gesteuerte System wird zum aktuellen Kontext passende Informationen einblenden, etwa durch einen Stau veränderte Ankunftszeiten am eigenen Arbeitsplatz.

Amazon Prime kommt auf das Apple TV.

Eher bedeckt hält sich Apple derzeit noch mit Neuerungen des Betriebssystems für seine Set-top-Box. Die neue Version soll im Herbst 2017 erscheinen. Eine Neuigkeit wurde allerdings bereits auf der Entwicklerkonferenz verraten. Das Videoangebot von Amazon Prime wird auch auf dem Apple TV einziehen. Damit wurde offenbar ein seit Jahren schwelender Streit zwischen beiden Unternehmen erfolgreich beigelegt. Die Differenzen, die sich in erster Linie um Provisionszahlungen drehten, hatten sogar dazu geführt, dass der E-Commerce-Riese keine Apple TV Geräte mehr verkaufte. Es darf im Herbst damit gerechnet werden, dass es auch erste Anbieter für die TV-App unter tvOS geben wird. Darunter bündelt Apple in den USA inzwischen 50 (kostenpflichtige) Inhaltsanbieter unter einer Oberfläche und positioniert die Box damit auch gegenüber den dortigen Gesellschaften für Kabel-TV.

Die genannten Updates werden laut Apple im Herbst 2017 bereitgestellt.

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